eReader Tasche mit Rausziehlasche selber nähen

Tasche für Kobo PROTOTYP

eReader Tasche PROTOTYP – die zweite wurde viel besser, ist aber schon weg. Die Änderungen sind schon in der Anleitung eingebaut.

Oktober 2012 geschrieben und nie veröffentlicht, keine Ahnung warum. Ich hau’s jetzt mal raus, ist ja nach wie vor nützlich bei auf aktuelle Geräte angepassten Maßen.

Bei uns ist das eReader-Fieber ausgebrochen. Die Dinger sind aber auch verdammt praktisch und sparen auf Dauer viel Geld. In der Familie gibt es nun eReader der Modelle Amazon Kindle 4, Sony PRS-T1 und Kobo Touch. Diese Geräte haben im Gegensatz zu Tablets und Handys keine Glasfläche vorm Display – sie sollen ja nicht mehr spiegeln als Papier. Deshalb empfiehlt es sich, sie zumindest beim Transport in eine schützende Hülle packen. Diese gibt es für manche Modelle in Hülle (no pun intended) und Fülle, aber für den selteneren Kobo Touch gibt es keine, die meiner Frau gefällt, geschweige denn eine, für die sie Geld ausgeben würde. Aber was macht der liebevolle Ehemann in so einer Situation? Genau, er setzt sich an die Nähmaschine. Heraus kam dabei eine Hülle, die vielen Leuten so sehr gefallen hat, dass ich nun verrate, wie sie sich nähen lässt.

Was ist das Besondere an dieser Hülle, abgesehen davon, dass sie wunderschön ist? 😉eReader Hülle Rausziehlasche

  1. Es gibt nur eine sichtbare Naht.
  2. Sie hat eine Lasche, mit der sich der eReader komfortabel herausziehen lässt, dadurch…
  3. …kann die Hülle ganz eng genäht werden, was das Gerät besser schützt.
  4. Sie ist viel einfacher zu nähen als man denkt.

Ich habe im Nachhinein im Internet gesehen, dass es Handytaschen mit solchen Laschen gibt, aber noch keine in der Hand gehabt. Das Konzept für diese Tasche ist auf meinen eigenen Mist gewachsen.

Ihr braucht:

  • Einen schönen Stoff für die Außentasche, Material egal, ca. 15x45cm² sollten reichen
  • Noch ein Stück vom Stoff der Außentasche für die Lasche. 5x40cm² sollten reichen. (Kann auch ein anderer Stoff sein, der optisch passt.)
  • Vlieseline um die Außentasche zu verstärken. Bei dünnen bis mittelfesten Stoffen bietet sich zum Beispiel H 640 an. Natürlich könnt ihr auch gleich festes Leder für die Außentasche nehmen.
  • Stoff für die Innentasche. Ich habe bisher für so Sachen bereits (Nicki-)Plüsch, Frottée, Satin, Filz und so weiter benutzt. Nun gibt es Leute die behaupten, harte Kunstfasern könnten auch bei weichem Stoff das Display zerkratzen. Hm, von mir aus. Dann sollte man vielleicht eher Baumwolle oder Seide nehmen? Oder warum nicht Walk? Das wäre zwar ein typischer Fall von „Perlen vor die Säue“, aber wenn man einen Rest übrig hat – warum nicht? mit 30x40cm² seid ihr auf der sicheren Seite.
  • 3,5cm Klettband in 25mm Breite
  • Natürlich Garn passend zum Stoff der Außenhülle und den üblichen Schnickschnack wie Nadeln, Nähmaschine und so weiter
Vorgehensweise:
  1. Schneidet den Stoff wie auf der Zeichnung aus. Denkt an die Nahtzugaben, die nicht eingezeichnet sind!
    eReader Tasche Schnittmuster
  2. Bügelt das Futter (z. B. Vlieseline H 640) auf den Stoff der Außentasche. Das Futter ist kleiner als der Stoff, damit später, wenn die Seiten der Außentasche rechts auf rechts zusammengenäht werden, es nach dem Wenden an den Kanten nicht 8 Lagen gibt (Stoff, Futter, Futter, Stoff, Stoff, Futter, Futter, Stoff!).
  3. Näht das weichere Stück Klett auf die rechte Seite des Laschenstoffs. Die richtige Position findet ihr, indem ihr die Lasche faltet, sodass die kurzen Seiten aufeinander liegen, das Klett muss nun ca. 5mm unter die Bruchkante. Genäht wir das Klett natürlich nur auf eine Lage Stoff!
  4. Faltet den Laschenstoff in der Mitte, sodass die kurzen Seiten rechts auf rechts aufeinander liegen. Steppt die langen Seiten zusammen. Wendet die fertige Lasche und bügelt sie flach.
  5. Näht die Lasche auf eines der beiden Stücke Stoff für die Innentasche über eine Länge von ca. 10cm stabil an. Setzt dabei das offene Ende der Lasche mittig an der kurzen Kante der Innentasche an. Die Lasche liegt nun parallel zur langen Kante und steht an der Seite mit dem Klett ein paar Zentimeter über. Das Klett zeigt natürlich zum Stoff der Innentasche.
  6. Wenn ihr die Innentasche mit Lasche links auf links auf die Außentasche legt, könnt ihr das Klettband-Ende der Lasche auf die Außentasche legen. Dadurch seht ihr, wo das Gegenstück zum weichen Klettband angenäht werden muss – was ihr nun tut.
  7. Bevor ihr weitermacht, legt mal die Außen- und die Innentasche aufeinander um euch vorzustellen, wie das Ganze fertig aussehen soll.
  8. Näht folgende kurze Kanten rechts auf rechts aufeinander: Innentasche ohne Lasche an das Ende der Außentasche mit Klett. Dann das andere Ende der Außentasche (mit Klett) an das zweite Stück der Innentasche mit der Lasche. Die überstehende Lasche dabei bitte so umlegen, dass ihr sie nicht versehentlich mit festnäht.
  9. Ihr habt nun einen langen Stoffstreifen. Wenn ihr den in der Mitte faltet und die Innentaschen dann noch nach innen faltet, habt ihr schon der fertige Tasche. Es gibt nur zwei Probleme: Die Lasche ist blockiert, die Öffnung dafür fehlt noch und alle Seitennähte sowie die Bodennaht der Innentasche fehlen noch. Als erstes macht ihr nun eine Paspelöffnung für die Lasche. Oder ihr schneidet einfach einen Schlitz in den Stoff, das ist überhaupt kein Problem. Legt den Stoff einfach danach nach innen um und näht diesen Wulst dann fest. Dabei könnt ihr ihn einfach absteppen oder zum Beispiel einen schicken Satinstich benutzen.
  10. Näht die Seitennähte rechts auf rechts zusammen. Dabei kommt es nur auf die richtige Reihenfolge an: zuerst die Nähte der Innentasche, dann wendet ihr die Tasche durch den noch nicht zugenähten Boden der Innentasche so, dass die Außentasche rechts auf rechts liegt und näht dort die Seitennähte.
  11. Wendet die Tasche wieder, sodass die Außentasche richtig liegt und die Innentasche raussteht. Näht den Boden der Innentasche mit einem Matratzenstich zusammen (oder für die Faulen wie mich: Legt den Stoff so, dass die offenen Kanten nach dem Umstülpen verschwinden und näht da mit der Maschine drüber.
  12. Fertig!

Das klang jetzt recht kompliziert! Aber macht euch nicht zu viele Gedanken, beim Nähen flutscht das sicher so, wie es sein soll.

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TV-Serien Vorschau 2012

2011 gab es in den USA rekordverdächtig viele neue interessante und spannende Fernsehserien. Einige davon will ich hier vorstellen, in der Hoffnung und Erwartung, dass diese 2012 auch in Deutschland ausgestrahlt werden.

Eine ähnliche Situation gab es im Jahr 2002 bereits. Leider ist das Jahr 2002 auch dafür bekannt, dass viele sehr gute Fernsehserien abgesetzt wurden! Dieser Trend führte sich bis ca. 2004 fort. Man denke nur an Dark Angel (†2002), Buffy the Vampire Slayer (†2002), The Tick (†2002), That ’80s Show (†2002), Futurama (†2003), Angel (†2004), Wonderfalls (†2004), Dead Like Me (†2004), Tru Calling (†2005) und vor allem und am unverständlichsten Firefly (†2002).

In den letzten Jahren war es dann nicht mehr so schlimm, aber auch hier wurden manche Serien gestrichen, die ich gerne länger gesehen hätte, wie zum Beispiel Reaper (†2009), Life (†2009), Better Off Ted (†2010) und Dollhouse (†2010).

Nun zu den neuen Serien in alphabetischer Reihenfolge:

Alphas (*2010)
Alphas ist eine Superheldenserie ähnlich X-Men, allerdings sind die Helden wesentlich menschlicher. Jeder Held besitzt eine Fähigkeit, die ihm nicht nur Vorteile bietet, sondern genauso viel Ärger einhandelt. Alle Helden, inklusive Dr. Rosen — der Professor X der Alphas — wirken chaotisch, undiszipliniert, unorganisiert und mitunter seelisch gebrochen. Dennoch schaffen sie es irgendwie, ihre Missionen gemeinsam zu erfüllen.
Fazit: Alphas ist eine ungewöhnliche Superheldenserie. Fans dieses Genres sollten sie sich ansehen.

American Horror Story (*2011)
Eine waschechte Horrorserie! Eine Familie zieht in ein Haus mit einer bewegten und grausamen Geschichte. Bald wird ihnen klar, dass es dort nicht mir rechten Dingen zugeht.
Hochkarätige Schauspieler (z. B. Jessica Lange, Zachary Quinto, Mena Suvari) lassen die ohnehin schon spannende Horror Story noch „lebendiger“ wirken. Der einzige Nachteil ist das unerträgliche Titellied – zum Glück kann man vorspulen… 😉
Eine zweite Staffel wurde geordert. Wer die Serie schon kennt und sich fragt, wie denn eine zweite Staffel funktionieren kann: Neues Set, komplett andere Schauspieler!
Fazit: Sehen!

Bored to Death (*2009 †2011)
Bored to Death startete zwar schon 2009, soll hier aber erwähnt werden, da die Serie soeben gecancelt wurde. Sie handelt von einem etwa 30-jährigen, mäßig erfolgreichen Schriftsteller, der sich als Privatdetektiv versucht. Unterstützt wird er von seinem besten Freund, einem Comic-Zeichner (Zach Galifianakis) mit einem Hang zu älteren Damen, und einem älteren, reichen Playboy (Tad Danson) mit einem starken Hang zum Cannabiskonsum. Die Serie zeichnet sich vor allem durch eine ganz besondere Art des ironischen, schwarzen Humors aus.
Fazit: Die Serie empfiehlt sich eigentlich nur für Leute, die genau diese Art von Humor mögen.

Grimm (*2011)
Der Polizist Nick Burkhardt erfährt, dass er ein „Grimm“ ist und dass die Grimmschen Märchen nicht nur Gehirngespinste sind. Die Nachfahren der Bösewichte aus den Märchen existieren wirklich, sehen jedoch für die meisten Menschen wie normale Leute aus. Doch Nick Burkhardt sieht ihr wahres Wesen (das übrigens nicht immer böse sein muss). Eigentlich handelt es sich hier um eine Cop-Serie mit Fällen, die auf Märchen basieren. Man muss Märchen nicht mögen, um diese Serie zu schauen und zur Zielgruppe dürften wohl eher Männer gehören. Für die Mädels gibt es die weiter unten gelistete Serie Once Upon a Time .
Fazit: Gut. Obwohl ich weder Polizeiserien noch Märchen mag, gefällt mir die Serie. Wer die eben genannten Genres sowieso mag, wird an der Serie viel Gefallen finden.

Homeland (*2011)
Nach acht Jahren in Gefangenschaft im Irak wird der als tot vermutete Marine Sergeant Brody (Damian Lewis, Life) befreit und kehrt nach Hause zurück. Oberflächlich betrachtet scheint er sich schnell wieder einzuleben, aber was passiert in seinem Inneren? Und warum liesen ihn die Irakis ihn ohne ersichtlichen Grund acht Jahre lang am leben? Dies fragt sich auch die CIA-Agentin Mathison (Claire Danes) und versucht, die Wahrheit herauszufinden.
Die Serie ist in einem Maße kritisch gegenüber den USA, Vorurteilen, Krieg, etc. wie ich es keiner amerikanischen Produktion zugetraut hätte.
Fazit: Für mich die beste Serie 2011! Unbedingt sehen!

Once Upon a Time (*2011)
Um es kurz zu machen: Alle Märchenfiguren werden von einer bösen Hexe aus Rachelust ihres Gedächtnisses beraubt und in eine grausame Parallelwelt verbannt: einen Ort im Bundesstaat Maine, USA. Nur die Tochter von Schneeweißchen und dem Prinzen, Emma Swan (Jennifer Morrison, House) und ihr plötzlich aufgetauchter Sohn, den sie 10 Jahre zuvor zur Adoption freigegeben hatte, kennen die Wahrheit und müssen alle retten…
Fazit: Echt nicht schlecht! Die Serie richtet sich vermutlich eher an Frauen und Mädchen, ist aber so gut umgesetzt, dass sie auch außerhalb dieser Zielgruppe viele Fans finden wird. Man sollte zumindest mal reinschauen.

Nikita (*2010)
Nikita basiert auf dem Film La Femme Nikita. Es handelt sich also um eine Agentenserie mit Einsamer-Wolf-Charakter. Erstaunlich sind die Parallelen zu Alias.
Nikita läuft gut an und kommt dann ab ca. der vierten Episode in Höchstform. Die ganze erste Staffel ist spannend und gut durchdacht. Maggie Q überzeugt als Hauptdarstellerin voll und ganz.
In der zweiten Staffel wird das Ganze dann leider eher zur typischen Soap. Die Beziehung zwischen Michael und Nikita steht irgendwann plötzlich zu sehr im Vordergrund. Es wurden zu viele Handlungsstränge aufgebaut, die sich verheddern. Nichts scheint sich aufzulösen.
Fazit: Erste Staffel unbedingt schauen! Die zweite Staffel… naja, wenn die dritte wieder gut wird, sollte man vielleicht auch die zweite gucken.

Ringer (*2011)
Endlich ist Sarah-Michelle Gellar wieder da! Das war mein erster Gedanke…
SMG spielt eine Doppelrolle: eine alkoholkranke, psychisch kaputte Frau, die Kronzeugin gegen einen brutalen Verbrecher ist, und deren reich verheiratete Zwillingsschwester, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Nachdem die reiche Schwester sich selbst getötet hat, nimmt die seit kurzem trockene Alkoholikerin deren Identität an, um sich vor dem Verbrecher und seinen Schergen zu schützen. Nach und nach bemerkt sie, dass beide Schwestern irgendwie in der Scheiße stecken und dass Tote nicht unbedingt tot bleiben…
Fazit: Enttäuschend! Wirklich. Ich werde es mir nicht weiter antun.