Korokke!

Verfasst 18. Juli 2010 von tlab3000
Kategorien: Deutsch, Japan, Kochen

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Korokke ist das, was passiert, wenn man den Japanern zeigt, wie man Kroketten macht, und sie dann 150 Jahre daran rumbasteln lässt.

In Doramas (japanische, naja, Seifenopern) werden oft Korokke gegessen. Als ich Hotaru no Hikari gesehen habe – übrigens ein sehr empfehlenswertes Dorama – habe ich Appetit bekommen und demensprechende endlich mal Korokke selber gekocht. Allerdings ohne Ahnung, wie die Dinger schmecken und sich anfühlen müssen.

Irgendwie sind sie wohl trotzdem gelungen. Eigentlich wollte ich ja ‘n Bild davon einstellen, aber wider Erwarten wurden schon alle verputzt.
Einiges werde ich beim nächsten mal dennoch anders machen – auch anders als in den verbreiteten Rezepten, deshalb schreibe ich hier das Rezept auf, obwohl es schon viele im Netz zu finden gibt:

Zutaten:
- Kartoffeln, nicht festkochend
- Hackfleisch von Rind
- Zwiebeln
- Eier
- Panko*
- Semmelbrösel
- Pfeffer und Salz
- Muskat
- Öl oder Fett zum Frittieren**
Optional:
- Mayo, möglichst japanische
- Currypulver

* Panko ist die japanische Variante von Semmelbröseln. Pankobrösel sind im Vergleich zu unseren so groß wie Godzilla im Vergleich zu Lurchi. Panko sind auch sehr viel knuspiger als Lurchibrösel. Aber da sie so groß sind, ist es schwierig, die Korokke damit komplett zu bedecken, deshalb nutze ich zusätzlich noch normale Semmelbrösel.

** Jeder hat ja ‘ne eigene Meinung dazu, was man zum Frittieren nehmen kann. Ich habe einfach mal das Teuerste genommen, ich hab’s ja. Haha. Mal ehrlich – ich hatte noch echt seltsames Ghee da, das ich eh kaum benutze. Natürlich schmeckt’s damit am besten, denn Ghee ist teuer und hat supermegaextrem viel Kalorien.
Ghee ist übrigens die esotherische Variante von Butterschmalz. Es kommt aus Indien, ist also quasi Butterfett mit Migrationshintergrund. Man kann damit wohl auch Öllampen betreiben!

Mengen:
In den meisten Rezepten wird 1/6 bis 1/4 Hack empfohlen. Ich dagegen würde mindestens 1/3 Hack nehmen, also z. B. 500g Hack auf 1kg Kartoffeln. Erstaunlicherweise schmeckt man das Hack sonst fast nicht.

Zubereitung:
-Kartoffel schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser kochen.
-Zwiebeln fein würfeln und in der Pfanne glasig anschwitzen.
-Hack in die Pfanne zu den Zwiebeln, mit Salz und Pfeffer würzen und ohne Zugabe von Fett so lange braten, bis das Ganze krümelig wird.
-Kartoffeln zu Brei matschen, aber nicht volle Lotte, erstmal nur ein bisschen. Macht euch keinen Stress mit Kartoffelstampfern oder Gabel oder so – zermatscht die Kartoffeln einfach mit einem Rührgerät.
-Hack zu den teilzermatschten Kartoffeln geben und dann mit dem Rührgerät weitermatschen, dabei mit Muskat würzen. Jetzt kann das optionale Currypulver rein. Nur nicht sparen, ich glaube, die Kartoffeln neutralisieren das Zeug.
- 3 Teller vorbereiten: einen mit Mehl, einen mit zerkleppertem Ei und einen mit einer Mischung aus Panko und Semmelbröseln.
- Aus der Matschpampe gut handtellergroße, frikadellenförmige Dinger formen, im Mehl wenden, im Ei baden und dann im Godzilla-Lurchi-Mix so wenden, dass möglichst viel Panko an den Korokke bleibt.
- Die Korokke solange bei mittlerer Temperatur (bei meiner Elektroplatte Stufe 3-4 von 6) frittieren, bis sie goldbraun sind.
- Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Die Dinger müssen eh noch abkühlen, bevor man sie essen kann.

Korokke gibt’s übrigens auch mit anderen Füllungen, im Netz findet ihr weitere Rezepte.

Mein Korokke waren teilweise nicht so fest, wie die in den Doramas zu sein scheinen, aber geschmeckt hat’s mir trotzdem gut.

Erkenntnisse

Verfasst 27. Mai 2010 von tlab3000
Kategorien: Deutsch, Handarbeit, Rant, TV, unnützes Wissen

Auf vielfachen Wunsch schreibe ich jetzt schnell mal etwas, obwohl ich eigentlich gar nichts habe, über das ich schnell mal was schreiben kann. Allerdings lernt man auch in meinem Alter nie aus, und so kann ich zumindest von meinen neuen Erkenntnissen und Beobachtungen berichten.

Star Trek DS9:
1 Tag auf der Raumstation DS9  hat 26 Stunden. Es gibt Meetings zu allen möglichen Uhrzeiten, morgens, mittags, nachts, aber niemals um 25 Uhr! Seltsam.

Prost:
Nach einer OP an der Leber wird man viel schneller betrunken.

Waschmaschinen:
Manchmal ist die größte Neuerung an neuen Versionen bekannter Waschmaschinen, dass die 30° Einstellung durch 20° ersetzt wurde. Yippie! Und jetzt?

Waschmaschinen, die Zweite:
Es erfordert eine gehörige Portion Mut und Vertrauen, die Waschmaschine vorzuprogrammieren und mit offenem Hahn alleine zu lassen.

Wolle:
Obwohl man laut Banderolenaufdruck die Anchor-Filzwolle bei 40°C filzen soll, filzt man sie am besten bei 40°C!

Regenmacher:
Wenn man sich Regen wünscht, sollte man mit dem Fahrrad fahren.

Kosmetik:
Sensitiv-Deo ist nichts für Empfindliche…

Man sieht sich immer zwei Mal im Leben:
Wenn du also deine Traumfrau oder deinen Traummann siehst, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder gleich ansprechen oder gar nicht erst ein zweites Mal hinschauen!

Sockenparade

Verfasst 15. Mai 2010 von tlab3000
Kategorien: Deutsch, Handarbeit, stricken

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Hallo. Lang war’s her. Inzwischen hab’ ich auch ‘n Organ weniger und zwischendrin ‘n ganz klitzkleines bisschen Schmerzen gehabt. Dazu demnächst mehr, inzwischen bin ich ja wieder fähig zu schreiben.

Im Krankenhaus und danach zuhause war ich zu kaum etwas zu gebrauchen. Stupide, monotone und körperlich nicht anstrengende Tätigkeiten konnte ich noch ausführen und habe dementsprechend Socken gestrickt.

Socken - wer hätte es gedacht!

Sockenparade

1 und 2 sind Socken aus teurer Wolle von Noro, die wolle bei 3 finde ich nicht viel schlechter, kostet aber nur die Hälfte. Wenn ich jetzt noch wüsste, was für eine das war… Der Typ aus dem Laden beim Stadttheater, bei dem ich die Wolle gekauft habe, kann’s mir sicher sagen.
4 wirkt etwas blass im Vergleich zum Original. Das war ein Schoppel Zauberball. Der Farbverlauf ist leider zu lang für kurze Socken, dafür fühlt sie die Wolle unglaublich gut an, ich kenne noch keine vergleichbare Sockenwolle.
5 ist ein Geschenk. Ein paar andere habe ich leider vorm Verschenken nicht fotografiert :(
6 wirkt im Original blasser. Was für eine Wolle war das noch? Ich guck mal nach. Auf jeden Fall hat die nach dem ersten Waschen die Hälfte der Farbe verloren, grrr

Das war’s für heute, hab’ einfach zu schlechte Laune im Moment. Morgen kommt dann hoffentlich mehr.

Unnützes Wissen: Japan

Verfasst 17. März 2010 von tlab3000
Kategorien: Deutsch, Funny, Japan, Rant, unnützes Wissen

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Im Blogbanner steht ja, dass diese Blog auch für Japanophile gedacht ist. Es wird Zeit, dass ich dann auch mal etwas zu Japan schreibe.

Valentine’s Day
Am Valetinstag beschenken nur die Mädels die Jungs. Einen Monat später, am White Day, können sich die Jungs revanchieren (oder auch nicht). Sehr praktische Sache!

Omiai
In Japan gibt es hauptsächlich zwei Arten der Ehe: Liebesehen und Vernunftehen. In der letzteren lernt sich das Brautpaar oft durch Omiai kennen, was manchmal nicht ganz treffend mit „arrangierte Ehe“ übersetzt wird.
Beim Omiai geben die Heiratswilligen eine Art Bewerbung ab, in der sie sich beschreiben und ihre Vorzüge herausstellen. Ein Vermittler sucht einen passenden Partner und es wird ein Treffen arrangiert, bei dem neben den Kandidaten auch deren Eltern anwesend sind. Wenn das Treffen positiv verläuft, haben die Kandidaten noch ein paar Monate Zeit, sich kennenzulernen, bevor es dann im Regelfall zur Heirat kommt. War das Treffen nicht befriedigend, wird der nächste potentielle Partner gesucht.
Die Scheidungsrate bei Omiai-Ehen ist sehr viel geringer als bei Liebesehen, vermutlich unter anderem weil Außenstehende die Kompatibilität des Brautpaares objektiv beurteilen und man eh mit anderen Erwartungen in die Ehe geht. Dennoch stirbt Omiai nach und nach aus.

Narita Rikon
Narita ist ein großer Flughafen in Japan; Rikon bedeutet „Scheidung“. Oft wohnen die Japaner bis zur Hochzeit bei den Eltern. Die Flitterwochen verbringt man dann zum Beispiel in Australien oder auf Hawaii und hat dort zum allerersten mal den Partner rund um die Uhr um sich herum. Die Scheidung ist dann nicht selten schon bei der Rückkehr am Narita Flughafen beschlossene Sache.
1997 gab es eine Fernsehserie mit dem Namen „Narita Rikon“

Namen einiger japanischen Bands:
Zwei, Bremen, Heidi., Schwarz Stein, Schwein, Spitz (Das sind die Originalnamen und keine Übersetzungen!)

Geographie
Japan liegt näher an Russland als an China oder Korea.

Schrift
Die Japaner nutzen neben den von den chinesischen Zeichen übernommenen Kanji noch zwei Silbenalphabete (Katakana und Hiragana) sowie unsere Buchstaben. Die Analphabetenrate liegt dennoch bei nahezu 0%.

Getragene Unterwäsche aus Automaten…
…gab es mal ganz kurz im Jahr 1993. Jetzt gibt es keine, was ich hoffentlich bald eingehend untersuchen und verifizieren kann (so ca. 2015 würde ich dann ganz gerne mal da hin).

Tod durch Höflichkeit
Von mindestens zwei Dutzend Leuten ist bekannt, dass sie durch das bei der Begrüßung übliche Verbeugen gestorben sind oder zumindest schwere Schädelfrakturen erlitten haben.

Sprache

  • „Ach so“, bzw. „Ah so“ kann man mit „Ah sou“ („ou“ = langes „o“) übersetzen.
  • „Nein“ heißt „Iya“ und wird wie unser „Ja“ ausgesprochen, allerdings werden oft andere Worte für „Nein“ verwendet, wenn man überhaupt direkt „Nein“ sagt. Alternativ kann man oft „Chotto“ benutzen, was „ein Bisschen“ bedeutet. Beispiel: „Können wir uns heute erst um 20 Uhr treffen?“ – „[Das ist] ein bisschen [spät für mich].“ Generell reduziert man Sätze gerne auf das Notwendigste.
  • McDonald’s wird マクドナルド geschrieben. In unserem Alphabet wäre das makudonarudo.
  • Baito, vom deutschen Wort Arbeit abgeleitet, bedeutet meistens eher Job. Auf der McDonald’s-Seite habe ich es aber auch gerade als Arbeit oder Beschäftigung verwendet gelesen.
  • Wenn man mit Japanern Deutsch spricht, sollte man das Wort Manko vermeiden, da dies im Japanischen die Bezeichnung des primären weiblichen Geschlechtsorgans ist. Oh je, wie ich das gelernt habe…
  • „Baka“ ist eine der seltenen japanischen Schimpfwörter und könnte mit „Idiot“ übersetzt werden. Geschrieben wird es allerdings mit den Zeichen für Pferd und Hirsch. Fragt mich nicht warum, ich weiß es nicht.

Nachtrag vom 18.03.2010: BHs für Männer…
… kann man hier bestellen: WishRoom

E-Books/Biedermann Zitat

Verfasst 10. März 2010 von tlab3000
Kategorien: Android, Bücher, Deutsch

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(Bitte die Filmliste nicht vergessen!)

E-Books

Unglaublich, aber E-Books machen echt Spaß!
Natürlich denken jetzt viele von euch, richtige Bücher müssten unbedingt aus Papier sein und E-Books haben einfach nicht das je ne sais quoi. Ihr haltet E-Books für Humbug oder vielleicht für doch ganz praktisch – aber nur für eine kleine Minderheit oder ganz spezielle Themengebiete.  Manche halten mich vielleicht für einen Geek, der solche Trends am liebsten mit- oder besser noch vormacht. Spätestens jetzt solltet ihr euch ins Gedächtnis rufen, dass ich immer noch analog fotografiere und Schallplatten höre.

Es gibt zwei Arten von E-Books: kostenpflichtige und kostenlose. Die kostenpflichtigen interessieren mich nicht. Warum sollte ich Stieg Larsson E-Books für 9,99€ kaufen, wenn ich sie auch für immerhin 0,04€ weniger als Hardware bekomme?
Hm…
…es sei denn, ich habe das Buch schon angefangen zu lesen, es aber auf einer Reise im Bordgepäck, das blöderweise versehentlich zum Flughafen Kansai geschickt wurde, mein Flieger dagegen in Paro, Bhutan feststeckt und es am Flughafen keine Buchhandlung oder ähnliches gibt, ich darauf brenne zu erfahren, wie die Romanhandlung weiter verläuft und ein Handy mit funktionierendem Internetzugang habe. Kann ja mal passieren.

Kostenlose E-Books dagegen sind jeden Cent wert! Oder so.
1. Das Bücherregal. Vollgestopft. Regelmäßig muss ich Bücher verschenken, verbrennen oder verleihen und nicht wieder bekommen, denn ich habe nicht annähernd so viel Platz wie ich gerne Bücher hätte. Und wer hat das schon? Den Traum habe ich aufgegeben.
2. Übersetzungen. Ich lese ein Buch in der deutschen Übersetzung und frage mich, ob eine Stelle im Original nicht ganz anders lautet (passiert oft bei Jasper Fforde). Wie würdet ihr euch entscheiden? Am nächsten Tag extra in die Stadt fahren und das Original kaufen oder schnell das Buch runterladen? (Oder halt keins von beidem, auch ‘ne Lösung, okay.)
3. Klassiker. Manche muss man gelesen haben, glaubt man zumindest. Mir geht’s so, dass die zumeist nur im Regal nur verstauben. Wirklich lesen würde ich diese Bücher nur, wenn ich sie genau dann auch zur Hand hätte, wenn ich auf die Idee komme, sie zu lesen. Zugegeben, ohne mobiles Internet machen E-Books sicher weniger Spaß.
4. Nicht geplante Wartezeiten. Man hat ja nicht immer ein Buch dabei, das Handy dagegen schon.

Im Moment habe ich auf meinem Android Handy Aldiko und Wattpad installiert, beide haben Anbindungen an Online-Bibliotheken. Zusätzlich habe ich noch FBReader für alle mögliche anderen Formate (z. B. für Bücher aus dem Gutenberg Projekt). Die Programme scrollen den Text teilweise, sodass man freihändig lesen kann. Yippie ;)

Bisher habe ich unter anderem folgende Bücher heruntergeladen: Kafka – Der Prozess, Frances Hodgson Burnett – Der kleine Lord, Goethe – Die Leiden des jungen Werther, Horvàth – Jugend ohne Gott, Gerdt von Bassewitz – Peterchens Mondfahrt (früheste Kindheitserinnerungen), Hesse – Siddhartha, Lessing – Nathan der Weise, einige moderne, unbekannte Bücher, die sich nicht schlecht anlesen.

Oh, gerade gemerkt, dass im Moment Read an E-Book Woche ist!

Biedermann und die Brandstifter

Liebe Du Weißt Schon Wer,

folgende Stelle hat mich an unser vor kurzem geführtes Gespräch erinnert. Als ich sie gelesen habe, musste ich schmunzeln lachen.

EISENRING Wofür halten Sie uns, Herr Biedermann, offen gesprochen: wofür eigentlich?
BIEDERMANN Sie müssen nicht denken, mein Freund, daß ich keinen Humor habe, aber ihr habt eine Art zu scherzen, ich muß schon sagen. -
EISENRING Wir lernen das.
BIEDERMANN Was?
EISENRING Scherz ist die drittbeste Tarnung. Die zweitbeste: Sentimentalität. Was unser Sepp so erzählt: Kindheit bei Köhlern im Wald, Waisenhaus, Zirkus und so. Aber die beste und sicherste Tarnung (finde ich) ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand.

Davon gehe ich auch immer aus. Bei dir funktioniert das nicht, du nimmst die Wahrheit als Wahrheit an, und das finde ich bewundernswert.

(Ob so etwas in ein Blog gehört?)

So, jetzt muss ich dringend ins Bett.

Gute Nacht!

Filmliste

Verfasst 7. März 2010 von tlab3000
Kategorien: Filme, TV

Filmliste!

Katja hat mich auf die Idee gebracht, da sie früher in ihrer WG etwas Ähnliches hatte:

Eine Liste, in der man die Filme eintragen kann, die man gerne sehen will. Vielleicht will noch jemand anderes den Film gerade sehen und man macht einen spontanen Videoabend. Ihr könnt die Liste einfach ergänzen. Sogar ohne Anmeldung, denn Google Docs ist zu dumm für Passwörter. D’oh! Ich werde sehr häufig Backups machen…

Eigentlich wollte ich eine MySQL DB und PHP dafür nutzen, habe mich dann aber doch für ein stinklangweiliges Spreadsheet über Google Docs entschieden. Man muss es ja nicht immer so übertreiben. Andererseits, Google Tabellen kann nicht mal Auswahllisten erstellen. Sechs, Google, setzen!

Stupid Creature Versuch 1/Mir geht’s besser

Verfasst 5. März 2010 von tlab3000
Kategorien: Funny, Handarbeit

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Letzte Woche ging es mir wirklich so, wie die von mir erschaffene Kreatur aussah.

Diese Woche geht es mir erstaunlich viel besser! Dementsprechend sollte ich eigentlich eine fröhlicher wirkende Kreatur nähen. Und da ich schon länger geplant hatte, eine Stupid Creature zu machen…
Richtig gelungen ist sie nicht. Den Hintern habe ich total verbockt, sodass ich gleich noch eine Hose nähen musste. Die Beine sitzen auch nicht richtig, die Handflächen sind asymetrisch. Und der Mund – naja. Dafür war ich schnell – ich habe nur zweieinhalb Stunden gebraucht. Ich habe mächtig Gas gegeben, da ich wusste, dass das beim ersten mal eh nichts wird. Zufrieden bin ich irgendwie trotzdem.

stupidc1

E-Gitarre vs Fotografie vs Nähmaschine

Verfasst 28. Februar 2010 von tlab3000
Kategorien: Deutsch, Handarbeit, Rant

Okay, in solchen Zeiten vermisse ich die Gitarre noch mehr als sonst.

Damals konnte ich mich regelrecht in Trance spielen. Ich konnte alles in Musik umsetzen, mich bei Bedarf von Gefühlen freispielen. Als das plötzlich nicht mehr ging… Mann, ging’s mir damals schlecht. Aber man gewöhnt sich ja an alles.

Ich habe Ersatz gesucht und bin bei der Fotografie gelandet. Es leuchtet wohl jedem ein, dass das Fotografieren nie den Kick bringen kann, den man hat, wenn man auf der Bühne steht. Und zu fotografieren bis man die Welt drum herum vergisst – gibt es irgend jemanden, der das kann?

Mit dem Nähen ist das natürlich nicht anders. Dachte ich. Aber einen kleinen Unterschied gibt es doch: Aus irgendeinem Grund konnte ich beim Fotografieren nie meine Gefühle spontan in etwas anderes umsetzen. Beim Nähen ist das zumindest nicht komplett unmöglich, wie die Bilder weiter unten zeigen.

Heute habe ich übrigens eine Stunde lang Gitarre gespielt. E-Gitarre, shredden, dann Bass, slappen und poppen, dann Barracuda von Heart – der Bass ist da so geil!
Ich bin natürlich lange nicht mehr so gut wie damals und meine Gelenke haben leider nicht mitgespielt – obwohl eine ganze Stunde verdammt lang ist! Normalerweise geht’s vielleicht drei Minuten, bis ich aufhören muss.
Aber es hat mir gut getan.
Ihr glaubt nicht, wie sehr ich das vermisse. Ich glaube nicht, dass ich jemals etwas finden werde, dass das E-Gitarrespielen auch nur annähernd ersetzen kann. Musik ist definitiv für mich nach wie vor das Wichtigste im Leben. Für die Religiösen unter euch (ihr wisst schon…): Musik ist mein Gott. Musik ist Gott.

So, nun endlich die Bilder. So setzt man also beim Nähen spontan um, wie man sich fühlt:
doll front k

doll back k

 

Gute Nacht, allerseits.
Beim nächsten Mal blogge ich vielleicht endlich mal das, was ich schon lange halb fertig geschrieben habe.

Japanische Woche bei 3sat

Verfasst 17. Januar 2010 von tlab3000
Kategorien: Deutsch, Filme, Japan, TV

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Nächste Woche geht’s bei 3sat um Japan. Gezeigt werden mehr als 20 Dokumentationen, Reportagen und Spielfilme, morgen geht’s los. Das ganze Programm gibt es hier, ich führe es aber auch hier im Blog auf, teils mit persönlichem Kommentar in kursiv.

Aber auch außerhalb der Themenwoche und auf anderen Sendern läuft diese Woche einiges aus und zum Thema Japan. Diese weiteren Sendungen sind in der Liste farbig markiert.

  • Montag, 18.01.2010
    • 01:20 Tele 5: Zatoichi – Der blinde Samurai
    • 00:55 3sat: Showdown in Seoul (Lohnt sich leider echt nicht zu sehen.)
    • 20:15 Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Japanisches Welterbe. Itsukushima, Kyoto, Hiroshima
    • 21:00 Japan – Das Wirtschaftswunder ergraut
    • 21:30 hitec: Logistik der Massen – Tokios Bahnsystem
    • 22:25 Gero von Boehm begegnet… Ryuichi Sakamoto
  • Dienstag, 19.01.2010
    • 20:00 Das Schwert der Samurai
    • 21:00 Japan – Der Marathonmönch von Kyoto
    • 22:55 Der Wald der Trauer
  • Mittwoch, 20.01.2010
    • 20:15 Der Herr der Kurilen. Fischer zwischen Russland und Japan. (Japan und Russland trennen hier nur 7km. Russland ist damit noch vor Korea und China Japans nächster Nachbar.)
    • 21:00 Sterben für die Firma. Arbeits-Stress in Japan. (In Japan gibt es ein Wort für den Tod durch Überarbeitung: Karoushi (過労死))
    • 21:30 Und abends ins All. Wie Japaner Freizeit machen
    • 22:25 Ring (Dieser erste Teil der Serie ist für jeden ein Muss, der auch nur annähernd mit Horrorfilmen etwas anfangen kann.)
  • Donnerstag, 21.01.2010
    • 17:30 ZDFneo: Abenteuer Asien (2)
    • 20:15 VOX:Pearl Harbor (Jaja, absolut Hollywood, passt dennoch zum Thema)
    • 20:15 Von Geishas und Gameboys. Japan im Umbruch
    • 21:00 scobel – Japan: Land der untergehenden Sonne?
    • 22:25 Das verborgene Schwert
  • Freitag, 22.01.2010
    • 20:15 Kamikaze. Todesbefehl für Japans Jugend (Die Lesung „Kamikaze“ ist eigentlich falsch und müsste „Shimpuu“ lauten)
    • 3satbörse: Japan
    • 22:25 Gefangen in der Hölle
  • Samstag, 23.01.2010
    • 19:20 Die Feuerlady von Nippon. Wo die Blumen am Himmel blühen
  • Sonntag, 24.01.2010
    • 10:15 Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart in Japan
    • 11:50 …und immer weiter! Die Geigerin Midori
    • 14:15 Herberge der Harmonie. Der Tawaraya-Ryokan in Kyoto
    • 18:00 Nippons wilde Töchter
    • 18:30 Takashi Murakami
    • 20:15 Versessen auf Essen. Gesunde Kost aus Fernost
    • 21:00 Im Höllental der Schneeaffen

Och, recht kühl um die Jahreszeit, so ganz ohne Jacke…

Verfasst 8. Januar 2010 von tlab3000
Kategorien: Handarbeit

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Okay, das nennt man “Understatement”.

Da gehe ich abends nur mal kurz raus um ein bisschen Luft zu schnappen, und dann das hier – keine Ahnung, woher das kommt:
jacke_alt
Nein, das ist nicht die erste, alte ix.bixx-Jacke, sondern die vorletzte, die ich erst vor kurzem aus dem Schrank geholt habe. Die letzte ist übrigens in Größe XS oder XXS oder so…

Na super, arschkalt und ich habe keine Jacke, keinen Pullover, kein Sweatshirt – einfach gar nichts Warmes.

Aber zum Glück hab ich ja noch Fleece und einen Reißverschluss da. Ich nähe ja echt langsam, hab’s dann aber an einem Tag geschafft. Das Ergebnis ist gar nicht so übel:
jacke_neu

Das Ding lädt sich auf wie blöd, aber wenigstens ist es viel wärmer als es aussieht.
Alternativ hätte ich im T-Shirt eine Jacke kaufen gehen können. Vor 10 Jahren hätte ich das gemacht. Ach Quatsch, vor 10 Jahren hätte ich gar keine Jacke gebraucht!

Ach ja – Wonder Tape ist echt genial. Gerade für Reisverschlüsse, ich steck die nicht mal mehr, und da sich der Stoff nicht zieht, wellt sich auch fast nichts.